Freitag, 19. Juli 2013
Forscher entdeckt kritische Lücke in aktueller Java-Version
Das Team des polnischen Sicherheitsexperten Adam Gowdiak hat eine kritische Schwachstelle in der derzeit aktuellen Java-Version 7 Update 25 entdeckt, durch die Schadcode aus der Java-Sandbox ausbrechen kann. Laut Gowdiak klafft die Lücke im Typensystem, es handelt sich offenbar um eine sogenannte Type Confusion Attack. Der Sicherheitsexperte hat dem Sicherheitsproblem die laufende Nummer 69 zugeteilt und Oracle informiert.
Darüber hinaus hat Gowdiak Details und einen Exploit zu einer von seinem Team entdeckten Java-Lücke veröffentlicht, die Oracle gerade erst im Juni veröffentlicht hat. Wer Java auf seinem Rechner installiert hat, sollte sich das einmal mehr zum Anlass nehmen, den Java-Versionsstand zu kontrollieren. Das Java-Plug-in für Browser steht bei Online-Kriminellen traditionell als Verbreitungsweg für Malware hoch im Kurs. Das liegt vor allem auch daran, weil man Java nur mühsam auf dem aktuellen Stand halten kann.
Man kann sich vor Angriffen auf das Java-Plug-in schützen, indem man im Java Control Panel, das sich unter Windows in der Systemsteuerung befindet, auf dem Registerreiter "Sicherheit" die Option "Java-Content im Browser aktivieren" abschaltet. Als Kompromiss kann man zumindest die Java-Einbindung im Browser deaktivieren beziehungsweise das von Chrome, Firefox und Opera angebotene Click-to-Play einsetzen. Dadurch muss man der Ausführung von Plug-ins explizit zustimmen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Forscher-entdeckt-kritische-Luecke-in-aktueller-Java-Version-1920014.html
Donnerstag, 11. Juli 2013
Apple will Urteil im E-Book-Streit anfechten
Apple will sich auch nach dem verlorenen Prozess in New York weiter gegen den Vorwurf illegaler Preisabsprachen im amerikanischen E-Book-Markt wehren. Das Unternehmen werde das Urteil anfechten, kündigte ein Sprecher am Mittwoch gegenüber US-Medien an. "Wir haben nichts Unrechtes getan und werden gegen die Entscheidung der Richterin in Berufung gehen", hieß es in einer Stellungnahmegegenüber dem zum Wall Street Journal gehörenden IT-Blog All Things D.
Richterin Denise Cote hatte darauf befunden, dass der iPad- und iPhone-Anbieter 2010 auf illegale Weise Preise im amerikanischen E-Book-Markt mit Verlagen abgesprochen hat. Nun muss sich Apple auf eine Strafe und Schadenersatz einstellen, über die zu einem späteren Zeitpunkt entschieden wird. Zudem könnten dem Unternehmen bei zukünftigen Verhandlungen mit Inhalteanbietern die Kartellwächter dazwischenfunken, wie Experten meinten. Verurteilte Unternehmen stünden unter besonderer Beobachtung, sagte der ehemalige Direktor der US-Handelsaufsicht, David Balto. Die Apple-Aktie lag am Mittwoch leicht im Minus, erholte sich nachbörslich aber wieder.
Apple werde sich nun weiter wehren, betonte der Sprecher. Der Start der E-Book-Plattform von Apple habe Kunden im Gegenteil mehr Auswahl gebracht, während zuvor der Online-Händler Amazon die Verlagsbranche "monopolistisch im Griff gehabt" habe. Apple war vom US-Justizministerium verklagt worden. Die fünf betroffenen Verlage waren Vergleiche eingegangen, nur Apple ließ es auf einen Prozess ankommen. Das Unternehmen wollte unter anderem sein sogenanntes Agenturmodell verteidigen, bei dem die Verlage die Preise festsetzen und Apple einen prozentualen Umsatzanteil erhält. Amazon hatte zuvor Bücher zu einem bestimmten Einkaufspreis erworben und dann zu beliebigen Preisen verkauft – und dies anfangs häufig auch unter Einkaufswert. Das wiederum hatten die Verlage zu bekämpfen versucht.
"Apple spielte eine zentrale Rolle beim Aufbau und der Ausführung dieser Verschwörung", heißt es in dem Urteil. Die Absprachen seien nur deshalb so erfolgreich gewesen, "weil Apple sie organisiert hat". Bill Baer vom Justizministerium erklärte: "Diese Entscheidung ist ein Sieg für Millionen Verbraucher, die elektronische Bücher lesen."
Die fünf involvierten Verlage waren Hachette Livre (gehört zu Lagardère), Harper Collins (News Corp.), Simon & Schuster (CBS), Penguin (Pearson) sowie der zur deutschen Holtzbrinck-Gruppe gehörende Verlag Macmillian. Sie alle hatten sich nach und nach mit der US-Justiz geeinigt und teilweise die Preise gesenkt.
Die EU-Kommission hatte ein ähnliches Kartellverfahren eröffnet. Hier machten jedoch nicht nur die Verlage, sondern auch Apple außergerichtlich Zugeständnisse. Mit der im Dezember geschlossenen Einigung bekamen Händler für mindestens zwei Jahre mehr Spielraum für Rabatte bei E-Books. Allerdings hat dies keinen Einfluss auf nationale Regelungen wie die deutsche Buchpreisbindung, bei der die Verlage grundsätzlich die Preise von Büchern im Handel festlegen.
Montag, 1. Juli 2013
Android-App klaut Passwörter von Windows-Rechnern
F-Secure hat eine Android-Spionage-App entdeckt, die zum Ausspähen von Windows-Rechnern genutzt werden kann. Die App kann ihre Wirkung entfalten, wenn ein Android-Gerät an Windows-Rechner angeschlossen wird. Dort verschafft sich USB-Cleaver (USB-Hacker) Zugriff auf die Passwörter und die Systeminformationen des Rechners. Der Angriff kann aber nur funktionieren, wenn Autorun aktiviert oder die .exe auf der SD-Card direkt ausgeführt wird. Bei neueren Windows-Versionen ist die Autorun-Funktion standardmäßig deaktiviert.
Ein Sample dieses Spionage-Werkzeugs entdeckte ein F-Secure-Mitarbeiter in einem chinesischen Forum. Hat der User die App installiert, wird er zu dem Download einer Zip-Datei angeleitet. In der Zip-Datei befinden sich Tools, die zum Ausspähen der Rechner benötigt werden. Wird das präparierte Smartphone nun mit einem Rechner verbunden, fragt die App welche Datensätze kopiert werden sollen. Die Menüführung bietet das Abgreifen von Systeminformationen, Passwörtern, die in den Browsern Chrome, Internet Explorer und Firefox gespeichert sind, sowie den Klau der WLAN-Passwörter an.
USB-Cleaver scheint dafür konzipiert zu sein, Informationen zu beschaffen, die für einen späteren Einbruch in das System oder bestimmte Dienste gebraucht werden
http://www.heise.de/security/meldung/Android-App-klaut-Passwoerter-von-Windows-Rechnern-1909158.html
Ein Sample dieses Spionage-Werkzeugs entdeckte ein F-Secure-Mitarbeiter in einem chinesischen Forum. Hat der User die App installiert, wird er zu dem Download einer Zip-Datei angeleitet. In der Zip-Datei befinden sich Tools, die zum Ausspähen der Rechner benötigt werden. Wird das präparierte Smartphone nun mit einem Rechner verbunden, fragt die App welche Datensätze kopiert werden sollen. Die Menüführung bietet das Abgreifen von Systeminformationen, Passwörtern, die in den Browsern Chrome, Internet Explorer und Firefox gespeichert sind, sowie den Klau der WLAN-Passwörter an.
USB-Cleaver scheint dafür konzipiert zu sein, Informationen zu beschaffen, die für einen späteren Einbruch in das System oder bestimmte Dienste gebraucht werden
http://www.heise.de/security/meldung/Android-App-klaut-Passwoerter-von-Windows-Rechnern-1909158.html
Dienstag, 25. Juni 2013
Samstag, 1. Juni 2013
Foster Huntington fragt Nessi
Foster Huntington fragt interessante Persönlichkeiten in ganz Deutschland: 'Was ist Euch wichtig?'. Auf seinem Roadtrip quer durch Deutschland verraten verschiedenste Menschen ihm ihre ganz persönliche und oft sehr emotionale Antwort. Die Interviews beleuchten die Menschen von einer sehr interessanten Facette. Das Projekt zum Beispiel hat der Fußballnationalspieler André Schürrle, die älteste aktive Tischtennisspielerin der Welt, Blogger aus ganz Deutschland, Leuchtturmwächter, Camper, Kinder..
Dienstag, 28. Mai 2013
Tools um die Registry
![]() |
| registrycleanersafe.blogspot.com |
Sie ist immer da und arbeitet unentwegt auf allen Windows-Computern: die Registrierungsdatenbank oder Registry.Bereits zu den Zeiten von NT wurde Windows mit einer zentralen Datenbank zur Speicherung aller wichtigen Parameter und vieler Einstellungen für das Betriebssystem ausgestattet. So brauchten dann die Konfigurationseinstellungen nicht mehr in jeweils einzelne Dateien abgelegt werden. Die Datenbank arbeitet deutlich schneller und zuverlässiger als die zuvor Gennutzen NI-Dateien und erlaubt so einen deutlichen leichteren "Umzug" auf ein anderes System. Mit der Einführung von Windows Vista und somit der aktuellen NT-Versionslinie hat Microsoft an der Zuverlässigkeit der Registry noch einmal deutlich gearbeitet. Der Windows-Ressourcenschutz schützt kritische Systemeinstellungen, Dateien und Ordner vor Änderungen, die nicht durch die vertrauenswürdiges Installationsprogramm erfolgen. Daher können Benutzer auch keine kritischen Systemenstellungen mehr vornehmen, die den Start von Windows unmöglich machen.
Jeder Registry-Eintrag kann auch direkt über die Eingabeaufforderung eingesehen werden oder manipuliert werden. Hier einer der wichtigsten Einträge: Mit "Run" unter "hklm\Software\microsoft\currentversion" werden Autostart-Einträge für den gesamten PC definiert.
Grundlegender Tipp beim Umgang mit der Registry: Bevor Sie " von Hand" einen oder gar mehrere Parameter in der Registry ändern, legen Sie eine Sicherung dieser Datenbank an oder noch besser, verwenden sie eines der Registry-Werkzeuge im Internet, das Ihnen den kontrollierten und gesicherten Zugriff ermöglicht. Denken Sie immer daran, dass Änderungen an der Registrierungsdatenbank so etwas wie eine "Operation am offenen Herz" sind: Diese Änderungen werden sofort und ohne ihrer Nachfrage wirksam und können im schlimmsten Fall ihr Windows-System unbrauchbar machen.
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