Die vermeintlichen Clean-Up-Tools "Superclean" und "Droidcleaner" laden Schadcodes nach,sobald sie mit einem Computer verbunden werden. Angreifer können dann mit der Audiorekorderfunktion von Windows Gespräche aufzeichnen.Google hat die Programme inzwischen aus Play entfernt.
Der Erfolg der Attacke hängt davon ab ob das Autostart-Feature für externe Laufwerke in Windows eingeschaltet ist. In neueren Versionen des Betriebssystems ist es standardmäßig deaktiviert. Daher sind nur Nutzer älterer Windows-Ausgaben betroffen oder jene, die die Autostart-Funktion wieder aktiviert haben.
Ein typisches Opfer des Angriffes ist der Besitzer eines günstigen Android-Smartphones, der es ab und zu mit einem PC verbindet, beispielsweise um andere Musikdateien aufzuspielen.Angesichts der Verkaufsstatistiken für android-Smartphones gibt es davon ziemlich viele.
Außer Gespräche am Pc mitzuschneiden kann die Malware auch SMS versenden und löschen,schädliche Links im Browser öffnen, Informationen zum Gerät sammeln und Wlan aktivieren.Darüber hinaus ist sie in der Lage, den kompletten Inhalt der SD-Karte, Dateien oder Ordner, alle gespeicherten SMS oder Fotos sowie alle Kontaktinformationen an einen Master-Server hochzuladen.
Google hat die beiden Schadprogramme aus seinem Anwendungsmarktplatz entfernt. Aber die Tatsache, dass sie dort überhaupt zu finden waren,zeigt, dass Android-Nutzer beim Herunterladen und Installieren von Software stets vorsichtig sein sollten.
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